March 2009 Archives

"Na ja -sowieso nur die Ökos."
"Aha - ja, wer sind denn die Ökos?"
"Na die mit den Wallerhaaren, Birkenstock und Schlabberklamotten."
"Soso - und  Heidi Klum designt Birkenstock und hat in Ihrer Sendung GNT auch Mädels mit Wallermähne drin. Und überhaupt - es gibt super-peppige-und-ganz-moderne Stoffwindeln.
Nöööööö - kann ich mir nicht vorstellen. Und Schlabberhosen ist ja ziemlich Hipp bei den Rappern - oder?"

Na gut - dann fang ich mal einen Fortsetzungsroman an, zum Thema Stoffwindeln. Denn ich bin eine der Stoffwindelsüchtigen - cloth nappy adicted sozusagen. Und da es so viel darüber zu sagen / schreiben gibt, ich Sie aber nicht gleich damit erschlagen möchte, fangen wir mal ganz von vorne an:

1. Frage: WARUM?

Noch ein paar Vorurteile: die machen doch Arbeit, es ist umständlich, Kinder haben einen dicken Po, lernen später krabbeln, laufen, können sich nicht bewegen, .....

Folgendes spricht aber ganz klar dafür: Stoffwindeln unterstützen die natürliche Beugespreizung der Hüfte und werden deswegen von Ärzten und Hebammen für die Neugeborenen empfohlen.

Die gestrickten Wollüberhosen haben einen hohen, weichen Bund und halten die Nieren, den Bauch und den Rücken warm - auch das ist bei Neugeborenen wichtig.

Stoffwindeln sind atmungsaktiv und die Innentemperatur ist geringer als in Wegwerfwindeln.

Stoffwindeln sind weiter verwendbar: für das nächste Kind, für die Cousinen, die Freunde.

Stoffwindeln können Sie auch wieder verkaufen und so wenigstens noch etwas Geld wieder zurück bekommen.

Stoffwindeln fördern bei vielen Kindern ein schnelleres Sauberwerden. Nicht umsonst musste die Textilindustrie in den letzten Jahrzehnten die Schnitte der Strumpfhosen verändern: vergrößeren, da viele Kinder erst sehr viel später trocken wurden. Die Kinder merken viel besser, wann sie nass werden. (Natürlich gibt es auch Kinder die mit Wegwerfwindeln früh trocken werden und mit Stoffwindeln erst spät zu Toilette gehen).

Kinder die mit Stoff gewickelt wurden, sind nicht langsamer beim Krabbeln lernen etc. Die Kinder haben ihr eigenes Tempo. Natürlich ist es anfänglich schwieriger mit einem dicken Stoffpopo sich zu drehen - aber die Muskeln werden nur dadurch gestärkt, sie verkümmern nicht. Und es gibt mittlerweile viele dünne Windeln aus Stoff.

Natürlich macht es ein wenig mehr Arbeit, die Windeln alle 2 oder 3 Tage zu waschen, auf die Trockenleine zu hängen oder in den Trockner zu stecken. Die Wollüberhosen regelmässig zu fetten, Mullwindlen zu falten. Aber nach kurzer Zeit wird es zur Routine, gehört zum normalen Alltag. Und viele Mütter finden es auch entspannend sich abends vor den Fernseher zu setzen und die Windeln schön zu falten oder frisch von der Sonne und Wind getrocknete Windeln in die Kommode einzuräumen.

Es gibt auch Stoffwindeln, die mittlerweile so leicht wie eine Wegwerfwindel anzulegen und ausserdem sehr pflegeleicht sind.

Stoffwindeln gibt es heute auch in vielen Farben und Mustern. Und was sieht besser aus: eine Wegwerfwindel im Sommer am Kind oder eine farbige Stoffwindel?

Wegwerfwindeln sind nicht mehr atmungsaktiv sobald der erste Urin sich mit dem Sauggelkern verbindet.

Wegwerfwindeln haben im Inneren eine Termperatur von ca. 39° Grad, d. h. Ihr Kind ist in einer so warmen Umgebung wie bei einem Fieberschub. Eine zu hohe Temperatur um den Genitalbereich fördert aber bei Jungen die Tendenz zur Unfruchtbarkeit.

Die meisten Wegwerfwindeln verrotten auch über Jahrzehnte hinweg nicht und belasten die Mülldeponien. Es gibt zwar mittlerweile Windeln die zum größten Teil ganz gut kompostierbar sind, aber die sind erheblich teurer.

Sie zahlen viel mehr für Ihre Mülltonne (sie benötigen ja mehr Platz).

Viele Wegwerfwindeln stinken sehr chemisch.

Immer mehr Kinder leiden unter Hautallergien - nicht wenige reagieren allergisch auf die chemischen Zusammensetzungen in den Wegwerfwindeln (deswegen wurden z. B.die Windeln wie FuzziBunz, Swaddlebees, Happy Heinys, Bumwear, etc. von den Müttern erfunden).

So, das war es für heute und morgen geht es weiter. Das Wie und Was oder Wer muss ja noch geklärt werden.
Gute Nacht!

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Heute habe ich mich geärgert: unsere Stadtverwaltung schickt in unserer Stadt regelmässig unregelmässig ihre Leute mit Motorsägen und Häcksler durch die Gegend und massakriert erbarmungslos alle Büsche, Hecken etc. auf wenige Zentimeter herunter. Das passiert im Sommer, im Herbst und im Frühjahr. Ja ich weiß - es gibt in NRW eine Veordnung die besagt, das zwischen dem 1. März und 30. September die Hecken nicht so stark zurückgeschnitten werden dürfen, wie das hier passiert. ABER es passiert! Und sie ziehen sich darauf zurück: der Winter war sooo hart und darum können wir erst jetzt und das wächst und bald ist es wieder gut.
Toll - und was machen die Vögel jetzt? Seit 6 Jahren ist bei uns direkt nichts passiert - aber dafür siedelten sich immer mehr Vögelchen an. Wir haben Rotkelchen, Zaunkönig, Grünfink, Dompfaff, Meisen und natürlich Amseln im Garten.
Und Igel - aber der ist jetzt auch ohne Zuhause, denn das Gestrüpp und Unterholz wurde auch abgeschleppt.

Ich ärgere mich darüber - so ein radikales Vorgehen und ich weiß, das dies hier in unserer Stadt nicht das erstemal ist. Und es passiert auch im Sommer.
Und es war jetzt auch kein Spielplatz der gut einsehbar für die Eltern sein muss.
Und es gibt auch keine Verkehrsgefährdung für die Autos.

Hoffentlich treiben die Büsche bald wieder gut aus - der traurige Anblick ist nicht schön.

Um nun auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: nein, nicht die Arbeiter sind schuld, die machen ihren Job. Aber die Verwaltung, die aus mir unbekannten Gründen auf diese radikalen Schnitte bestehen. Und wahrscheinlich die Leute nicht gut genug schulen lässt.

Hier bin ich

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Hier bin ich - in einem Blog. Muss man ja mittlerweile haben.

Und eigentlich ist das nur ein Testtext - um zu sehen, ob ich das kann oder nicht oder wie oder wo.