Es geht ja seit Wochen schon rum: die Hebammen haben seit Jahren eine stetig ansteigende Haftpflichtversicherung zu tragen. In den kommenden Wochen soll der Beitrag erneut angehoben werden und zwar auf fast 3.700 Euro/Jahr!
Viele Hebammen können es sich dann einfach nicht mehr leisten Geburten zu betreuuen. D.h. sie werden sich dann rein auf Kurse beschränken wie Geburtsvorbereitung, Rückbildung, Schwimmen für Schwangere, etc. Aber keine Vorsorge während der Schwangerschaft, keine Begleitung während der Geburt, keine Nachsorge.
Hausgeburten, Geburten im Geburtshaus, Ambulante Geburt mit einer Beleghebamme oder freiberuflichen Hebamme im Krankenhaus wird dann nicht mehr möglich sein!
WIR ELTERN - und speziell wir Frauen - sind damit in der schlechten Position nicht mehr eine Fachperson unseres Vertrauen frei wählen zu dürfen.
Ich habe letztens schon beim AFS Stillkongress unterschrieben. Sie können Ihre Unterschrift auch elektronisch abgeben. In der folgenden Mail von Astrid Ahlers (von den Rabeneltern.org) bekam ich heute folgende Mail und stelle diese hier gerne ein:
Vielleicht habt ihr schon erfahren, dass die Situation freiberuflicher
und angestellter Hebammen nicht rosig ist.
Doch die sowieso schon nicht guten Arbeitsbedingungen verschlechtern
sich noch einmal radikal, weil ab Juli die Berufshaftpflichtversicherung
enorm ansteigt - nicht aufgruund gestiegnener Schadensfälle. Vielmehr
werden aufgrund des medizinischen Fortschritts die kosten je Einzelfall
immer höher.
1992 musste eine Hebamme umgerecht 179 € Haftpflicht bezahlen, ab 1.
Juli werden es fast 3700 € sein.
Dies betriff nicht nur Hebammen, die in der außerklinischen Geburtshilfe
(Hausgeburten und Geurtshäuser) tätig sind. Vor allem viele kleinere
Krankenhäuser, die ihr System komplett auf Beleghebammen umgestellt
haben, werden die Enbindungsabteilungen eventuell schließen müssen. Die
Beleghebammen machen zwar Dienst nach Plan, rechnen aber selbst jede
Geburt mit der Kasse als Beleggeburt ab. Für Dienste ohne Geburt
erhalten sie eine geringe Pauschale, die sie dem Krankenhaus in Rechnung
stellen.
Die Folge: Kleinere Beleg-Abteilungen schließen, weil die Hebammen nicht
mehr genügend verdienen, die Fahrten zur nächsten Klinik mit
Geburtsabteilung werden immer weiter: Vor allem im ländlichen Raum
können das auch mal 50-100 km werden.
Besonders hart trifft es aber außerklinisch arbeitende Hebammen:
Sie erhält 448,80 € brutto für eine Hausgeburt.
Da jede Hausgeburt mit einer insgesamt 5wöchigen Rufbereitschaft
verbunden ist, kann sie nicht sehr viele Geburten betreuen. Meist sind
es weniger als 10 im Jahr. In der (von den gesetzlichen KK in der Regel
nicht bezahlten) Rufbereitschaft muss sie Tag und Nacht erreichbar sein.
ACHT (!!) oder mehr Geburten im Jahr müsste eine Hebamme nur zur
Bezahlung der Haftpflicht betreuen.
Viele Hebammen bieten daher keine Hausgeburten mehr an.
Das Recht auf freie Wahl des Geburtsortes ist damit massiv eingeschränkt.
Der Trend geht zu großen Krankenhäusern, eine Hebamme muss dort oft
parallel mehrere Geburten betreuen. Medizinische Eingriffe werden weiter
ansteigen - schon jetzt liegt die Kaiserschnittrate bei 30 %!!
Auch wenn ich selbst keine Kinder mehr bekommen werde, so möchte ich
doch, dass meine Töchter selbstbestimmt entscheiden können, wo ihre
Kinder auf die Welt kommen!
Für eine Zukunft mit Hausgeburt, Geburtshausgeburt, Beleggeburt mit der
vertrauten Hebamme!
Unterstützt die Petition:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=11400
Hier wird erläutert, wie man an der Petition teilnehmen kann:
http://www.hebammenverband.de/index.php?id=1342
Wer ganz normal unterzeichnen möchte, drucke sich folgendes Formular aus
und schicke es ausgefüllt an die angegebene Adresse des Bundestages:
http://www.hebammenverband.de/index.php?eID=tx_nawsecuredl&u=0&file=fileadmin/user_upload/Grafiken/E-Petition/Schriftliche_Petition.pdf&t=1273223308&hash=eff71cd0177afe4db9cb3284ced837be
Und auch hier lest ihr nähere Informationen:
http://community.rabeneltern.biz/thread.php?threadid=65819
www.hebammenfuerdeutschland.de
www.hebammen-protest.de