Eine gute Verpackung ist doch oft der halbe Erfolg um ein Produkt zu verkaufen.

Da ist z. B. folgendes: ein namhafter amerikanischer Stoffwindelhersteller bringt – mit Hinblick auf die schlechte wirtschaftliche Lage in den USA – ein Windelsystem heraus das auf den ersten Blick ein absolutes Super-Angebot ist. Normalerweise produziert dieses Unternehmen Stoffwindeln im oberen Preissegment und nun hat es zwei Produkte entwickelt die
a), einfach sein sollen, b) einfach nur preisgünstig sind und c) ein Komplettpaket von Geburt bis zum Trockenwerden sein soll.
Dieses „neue“ Windelsystem besteht aus einer mitwachsenden Mikrofaserüberhose plus Systemwindeln (Prefolds, Kalifornische Windeln) aus konventioneller Baumwolle. Das ganze hübsch in einem Karton verpackt.

ABER – jetzt kommt der Punkt:
nehmen Sie eine mitwachsende Überhose eines oder zwei anderer Mitwerber plus Systemwindeln anderer Hersteller – wobei Sie dann sogar zwischen unterschiedlichen Größen wählen können. Bei einem Säugling ist es sogar besser eine kleinere Einlage zu wählen als bei einem Kleinkind. Und dann kommen Sie – je nachdem ob Sie diese Prefolds in bunt oder konventioneller Baumwolle oder Bio-Baumwolle oder Hanf nehmen – entweder PREISGÜNSTIGER oder gleich teuer oder etwas teurer weg (aber dann haben Sie Bio-oder Hanfqualität).
Es gibt dann sogar bunte oder gemusterte Überhosen. Sogar mit zusätzlichem Beinbündchen was diese andere Überhose nicht hat.

Tja – ist halt nicht hübsch im Karton verpackt und muss erstmal individuell durchgerechnet werden.

Marketing ist halt dann (fast) alles.

SB