Kürzlich fragte eine Kundin nach Rat bezüglich Prefolds selber nähen, das nehme ich als Anlaß für diesen Beitrag.

Die klassischen Prefolds  selber zu nähen lohnt sich eigentlich nur, wenn man günstig Mullwindeln bekommt: geschenkt, vom Second Hand Basar oder einfach keine Lust hat mit Mullwindeln zu falten.

Die Prefolds die ganz fluffig aussehen, sind meist aus einem ganz ähnlichen Material wie die Mullwindeln. Also die Mullwindeln einfach aufeinanderstapeln, z. B. 4 Stück und ein Rechteck in der gewünschen Größe ausschneiden, z. B. 30 x 40 cm oder ähnliches. Dann noch 2 schmale Streifen für die Mitte schneiden und am Besten zwischen die Lagen 2 und 3 legen. Und dann die beiden Innennähte nähen und das Rechteck aussen versäubern, entweder mit der Overlock oder mit einem engen Zick-Zack-Stich.

Prefolds die ähnlich wie die Hemp Hour Prefold oder hu-da Bambusprefold sein sollen, können ebenfalls selber genäht werden. Dafür werden zwei Lagen Stoff übereinandergelegt (meist liegen die aufgerauhten Seiten zueinander). Dann z. B. ein Rechteck in der Größe von 30 x 40 cm zuschneiden. Für den Mittelbereich ebenfalls 1 bis 2 weitere schmale Streifen von ca. 10-12 cm Breite zuschneiden. Zwischen die beiden großen Rechtecke legen und dann die Innennähte steppen. Die Prefolds ebenfalls wieder mit einer Overlock oder mit Zick-Zack-Stich versäubern.

Die Frage, wie viele Lagen Stoff soll ich verwenden möchte ich so beantworten: es kommt immer auf die Dicke des Stoffes an. Je dünner der Stoff, umso mehr Lagen kann/muss ich verwenden. Je dicker umso weniger. Denn je mehr Stoff aufeinander liegt, umso schwieriger wird einerseits ein sehr gutes Ausspülen beim Waschen und andererseits benötigen die Einlagen dann eine längere Trockenzeit. Und je dicker der Stoff, umso steifer wird die Windel und schmiegt sich dann weniger gut an.

Stoffe die für Prefolds verwendet werden können:

Und wer Systemwindeln (Prefolds) zwar ganz toll findet, aber nicht selber nähen möchte, der wird hier fündig.