Bei uns ist es schon eine Weile her das ich große, große Taschen für das Schwimmbad packen musste. Jetzt kann ich es aufteilen, meine Kinder können schon selber ihre Sachen tragen (obwohl für mich immer noch genügend übrig bleibt das zu schleppen ist).

Kat von NewMamsWorld hat vor kurzem ein Video erstellt, was sie mit ihren zwei kleinen Jungs mit nimmt und dieses Video hat mich dazu inspiriert Euch nochmals kurz eine Zusammenfassung zu geben. Aber schaut Euch auch das Video an, das gibt es hier zu sehen.  

Wenn Ihr ins Schwimmbad geht mit Baby/Kleinkind, dann braucht Ihr:

Sonnenschutzmittel!!! Ganz wichtig, sucht Euch im Netz die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Marken heraus, ob mineralischer oder chemischer Lichtschutz, ob als Spray oder Creme

Hütchen / Kappe

– Je nachdem eventuell noch Kleidung mit Lichtschutzfaktor, aber auf jeden Fall etwas leichtes langärmeliges für die Kleinen und Euch.

Viel zu trinken! Klar könnt ihr in den meisten Freibädern etwas kaufen, günstiger ist es aber sich die Getränke von zu Hause  mitzubringen. Es gibt mittlerweile eine sehr große Auswahl an unterschiedlichen Trinkflaschen, entweder aus Edelstahl oder BPA-freiem Kunststoff. Meine Lieblingsflaschen sind die  isolierenden Edelstahl-Flaschen von S’well. Allerdings haben die nur eine „normale“ Öffnung und keinen Trinkaufsatz für Babys oder Kleinkinder. Diese Aufsätze gibt es aber für Flaschen von Purakiki, Klean Kanteen, Sigg und noch andere.

 

– Die aller-allermeisten Bäder verlangen mittlerweile Schwimmwindeln für die Kleinen. Schwimmwindeln haben nicht den Zweck das Pipi aufzusaugen – sie sollen das feste, große Geschäfte auffangen und verhindern das es im Wasser rumschwimmt. Ja es gibt Einwegschwimmwindeln – aber die sind ja reichlich seltsam: saugen sich voll, hängen dann tief am Babypopo runter und wieder mehr Müll produziert. Müssen natürlich auch nachgekauft werden und auf die Dauer wird das auch teuer. Dann lieber ein oder zwei hübsche Schwimmwindeln kaufen.  Schöne Schwimmwindeln gibt es z. B. von TotsBots, Apple Cheeks, Planet Wise oder Charlie Banana, Imse Vimse, etc..  Ach ja – es gibt immer wieder die Frage: kann ich eine Stoffwindelüberhose oder eine ungestrafte Pockenwindel als Schwimmwindel nehmen? Ja, geht theoretisch. Ich würde diese Überhose / Pocket aber danach nicht wieder als normale Stoffwindel einsetzen, denn die Beschichtung kann unter dem gechlorten Wasser auf die Dauer leiden.

– Eine Picknickdecke oder großes Strandtuch

Handtuch zum Abtrocknen

Bademantel oder diese Handtuch Ponchos zum Aufwärmen (ja, auch bei hohen Temperaturen geht das schnell nach langer Zeit im Wasser)

Essen! Wisst Ihr noch wie hungrig Ihr nach dem Schwimmen früher immer gewesen seid? Leicht salziges ist gut (schließlich ist es heiß und alle schwitzen, da tut ein bisschen Salz ganz gut) so etwas wie Brezeln, wasserreiches Obst/Gemüse wie z. B. Melonen, Gurken, Äpfel, vielleicht ein paar nahrhafte Kekse.

– Ich würde noch ein kühlendes Gel mitnehmen gegen eventuelle Insektenstiche oder Bisse

Wetbags – die kennen viele um Stoffwindeln aufzubewahren, dabei sind diese aber richtig gut fürs Schwimmbad und den Urlaub. Wetbags haben eine spezielle Stoffschicht meist aus PUL und lassen die Feuchtigkeit nicht nach außen dringen. Viele Modelle lassen sich mit einem Reißverschluss schließen, anderen mit Knöpfen oder einer Kordel. Besonders praktisch finde ich für diese Zwecke den Wetbag von SkipHope mit einem zusätzlichen Wäschenetz auf der Außenseite. Dort könnt Ihr auch Wechselwäsche noch unterbringen. Oder die von Planet Wise, die gibt es in tollen Mustern und sie sind richtig groß.

– Feuchttücher /_ Waschlappen_ um verschmierte Hände und Mündchen zu säubern.: Einwegtücher scheinen auf den ersten Blick ja immer ganz praktisch zu sein – aber viele Kinder vertragen sie nicht und sie sind einfach noch mehr Müll. Nehmt Eure Waschlappen von zu Hause mit, ihr könnt entweder schon zu Hause die Waschlappen mit einer selbstgemachte Lotion tränken und dann z. B. in einer SkipHop Feuchttuchbox oder einer anderen Dose mitnehmen oder einfach nur die Waschlappen mit Eurem Trinkwasser feucht machen. Ein Video wie Ihr die Feuchttücher selber macht, findet Ihr ebenfalls bei NewMamasWorld bei youtube.

Badeschuhe: in Freibädern tummeln sich auch meist die Bienen und vor allem Wespen und wie oft sind schon Kinder drauf getreten. Darum sind Badeschuhe schon aus diesem Grunde nicht schlecht.

– Eventuell noch etwas Spielzeug wie Sandförmchen um Wasser hin und her zu schubsen oder vielleicht gibt es ja noch einen Sandkasten im Bad.

Schwimmgürtel oder Schwimmflügel. Da lasst ihr Euch am Besten fachkundig beraten was für Euch und Eure Kinder besser ist, das hängt auch von der Größe Eurer Kinder ab.

– Und um das ganz gut zu transportieren braucht Ihr jetzt noch eine große, große Tasche. Eventuell auch den berühmten „Hackenporsche“ also so einen Einkaufswagen zum Hinterherziehen. Versucht Euch auf eine Tasche zu beschränken, schließlich müsst ihr noch 1-2 oder mehr Kinder irgendwie an der Hand, auf dem Arm, im Blick haben.

– Und wenn Ihr es bisschen luxuriöser haben möchtet, dann nehmt noch eine Kühltasche mit, das muss keine große Tasche sein und keine Box, die einfachen aus dem Supermarkt (bei den Tiefkühlwaren) reicht aus. Netter sehen natürlich die Thermo-Taschen von Planet Wise aus.

Mein Tip: Und wenn es irgendwie möglich ist, dann nehmt noch eine zweite erwachsene Person mit ins Schwimmbad. Gerade dann, wenn Ihr mit mehr als einem Kind unterwegs seid oder auch mal selber schwimmen möchtet. Oder alleine nur auf Toilette müsst. Schwimmbadtoiletten und Badeanzug sind ja doch eher unpraktisch mit Baby zu handeln. Bei uns gab es durch den Altersunterschied auch massive Interessenkonflikte von großem und kleinem Kind – ich war ehrlich gesagt sehr, sehr ungern mit Baby und Kleinkind im Schwimmbad. Ich finde es eigentlich erst gut, seitdem beide Kinder schwimmen können.

Und noch ein Hinweis: die Sonne, die Luft, das Wasser und vor allem der Lärm- das macht die Kinder meiner Erfahrung nach sehr schnell müde. Geht lieber früh los und dann um die Mittagszeit nach Hause oder erst spät ins Schwimmbad, wenn die meisten sich schon wieder auf den Heimweg machen. Auch wenn Ihr noch keine schulpflichtigen Kinder habt, macht Euch kundig wann die Ferien sind – dann lieber die Bäder ab dem späten Vormittag meiden. Oder sollte Euer Bundesland an ein anderes grenzen, dann findet heraus wann dort die Ferien starten. Auch wenn der Fahrweg dann etwas länger sein mag – es kann sich lohnen. Wir hatten z. B. letztes Jahr über zwei Wochen lang super die Gelegenheit dann sehr ungestört im Freibad zu sein. Und am frühen Nachmittag wenn die Kinder aus der Schule ins Freibad gingen, fuhren wir nach Hause und hatten schon einen tollen Ausflug hinter uns.

Viel Spaß!

Sabine