Gedanken über den Blog

Ich grüble mal wieder über den Sinn und die Zukunft dieses Blogs.  Meinen Blog gibt es jetzt schon seit vielen Jahren, ich habe gerade mal nachgesehen, seit März 2009. Meine Hauptintention war damals mehr Hintergrundinformationen zum Thema „Stoffwindeln“ zu geben. Ich habe Beiträge geschrieben warum, wieso, weshalb mit Stoffwindeln wickeln, wie sie gepflegt werden, ich habe Produkte vorgestellt. Irgendwann habe ich dann auch immer wieder mal private Themen aufgegriffen und darüber geschrieben. Dann war der Blog zeitweise getrennt und es gab einen für den Shop und einen für meine privaten Themen. Das war auch nicht gut, zu aufwändig. Also wieder zusammengelegt, aber zu private Themen rausgenommen.

Mittlerweile gibt es sehr viele Blogs die sich mit dem Thema Stoffwindeln beschäftigen. Es werden Windeln getestet und vorgestellt. Außerdem gibt es immer mehr Gruppen zu diesem Thema bei Facebook und auch viele Bilder bei Instagram.

Und jetzt bei mir? Jetzt merke ich seit ca. 2 Jahren das ich kaum noch etwas schreiben und finde das selber sehr schade.

Windeln testen kann ich nicht mehr – meine Kinder sind schon lange aus dem Alter raus. Den Blog schließen? Noch keine wirkliche Lösung. Ich lese selber gerne Blogs. Ich lese Nähblogs, Kochblogs, alles mögliche zu allen möglichen Themen. Es ist unglaublich faszinierend welche Ideen und Erfahrungen zu finden sind. Und ich mache ja auch so meine Erfahrungen: mit meinen Hobbys, mit dem Shop, mit dem Leben. Und es wäre dann ja nur fair da etwas zurück zu geben. Denke ich mal.

Die Kommentarfunktion habe ich leider schon vor einiger Zeit abschalten müssen. Es war einfach zu nervig jeden Tag zig Spam-Post mit „Cheap T-Shirts“ etc. zu löschen. Ist aber auch irgendwie schade.

Mein Mann schreibt mehrmals wöchentlich in seinem Blog. Auch über alles mögliche, über Technik, über die Welt, über das Leben. Konsequent seit vielen Jahren.

Wahrscheinlich mache ich mir auch einfach zu viele Gedanken was in dem Blog sein soll. Manche Leute sagen ja, ein Blog soll konsequent ein Thema verfolgen. Da müsste ich mich dann entscheiden: der Shop oder mein Leben? Nähen oder Kochen? Kinder oder Politik? Mein Mann meint die Artikel seien zu lang. Seine sind kurz – aber er ist ein Mann und mir fällt oft auf das Beiträge in „Männerblogs“ anders sind als und „Frauenblogs“. Aber wenn mich ein Thema interessiert dann lese ich persönlich auch lange Beiträge.  Es wird empfohlen ein Foto bei jedem Beitrag zu haben – aber ich habe doch nicht für jede Idee ein Foto zur Hand! Das hindert mich dann auch wieder am schreiben. Ein Blog macht angreifbar – vor allem wenn er persönliches enthält. Aber ich kann doch selber steuern wieviel ich wirklich mitteile. Interessierte es jemanden? Liest das jemand? Aber ich bin doch bestimmt nicht der einzige Mensch auf der Welt der gerne Blogs liest und vom berühmten Hölzchen aufs Stöckchen kommt, oder? Und dabei Artikel entdeckt die nicht von großen Blogs stammen. Sondern von kleinen – und die sind oft klasse.

Wahrscheinlich sollte ich einfach nur schreiben. So wie es mir in den Kopf kommt. Und zwar vogelwild – so wie mich ein Thema gerade beschäftigt.

Und jetzt veröffentliche ich den Beitrag einfach, damit hier was in die Gänge kommt.

So, gute Nacht!

Sabine