Mit Stoffwindeln Geld verdienen (Teil 2)

Im ersten Teil habe ich über UNSEREN Weg erzählt, wie es bei uns seit Gründung in 2006 gelaufen ist.

Die Motiviation einen eigenen Shop im Bereich Kinderausstatung zu eröffnen sind vielfältig. Auffallend ist aber, das gerade im Bereich Stoffwindeln und Tragen die persönliche Begeisterung und das Gefühl: „Davon müssen noch viel mehr Leute erfahren“ oder „Ich möchte noch ganz andere Modelle den Menschen zugänglich machen“ sehr oft eine Rolle spielen.   Continue reading

Mit Stoffwindeln Geld verdienen (Teil 1)

Man liest ja immer wieder in einzelnen Beiträgen das man schnell und ohne grossen Aufwand mal eben eine Geschäft mit Windel aus dem Wohnzimmer betreiben kann. Die Frage „Was ist für einen erfolgreichen Business Start notwendig“ wird von vielen unterschätzt. Um dies mal ein wenig anschaulich zu beschreiben, möchte in einen kurzen Abriss über unsere eigene Entwicklung in den letzten 10 Jahren geben. Deswegen starte ich hier eine kleine Blog-Serie, in der ich in diesem Beitrag unseren Weg vorstelle, in einem weiteren Teil zusammenfasse was wichtig ist bei einer Shop-Gründung und zum Thema „Beratung“ wird es auch noch etwas geben.  Continue reading

Kartensammlung

Viele Kunden haben Sie schon erhalten: seit Anfang des Jahres legen wir jedem Paket eine Postkarte bei. Die Motive sind unterschiedlich und der Jahreszeit (ungefähr) angepasst. Im Moment summt eine dicke Biene die ersten Frühlingsblüten an. Ok, das Bild ist noch vom letzten Jahr, die Kirschblüten sind wahrhaftig noch nicht offen. Im Moment sehe ich im Feld erst die dicken Knospen an den Bäumen.  Aber wenn es mit der Sonne so weiterhgeht, dann dauert es nicht mehr sooo lange.

Und diese Karten sind schon – fast alle – in den Paketen unterwegs.

Also liebe Kunden und Kundinnen: nehmt Euch einen Stift und schreibt einem netten Menschen mal wieder ein paar Zeilen. Die Karte dafür habe ihr schon vorliegen.

IMG_0273.JPG

Ein Kundenhinweis und schon geändert :)

Kürzlich bekam ich einen Anruf von einem hm, wahrscheinlich doch schon etwas älteren Kunden. Er interessiere sich für unsere KAM Snaps und wolle diese bestellen ABER er sei nicht bereit bei der Registrierung seinen Geburtsdatum anzugeben.

Na ja – da saß ich dann erstmal da und dachte nach.

Wie viele Shopbetreiber bestätigen können, haben die Shopvorlagen bestimmte Voreinstellungen. Unter anderem eben die Abfrage des Geburtsdatums. Was eigentlich ziemlich absurd ist, da ja doch jeder dieses falsch einsetzen könnte, wenn er wollte. So einfach lässt sich dieses ja nicht feststellen.

In einem Expertenforum wurden wir dann noch bestärkt, dass die Erfassung des Geburtstages nicht nur NICHT notwendig ist, sondern sogar eher bedenklich – und daher haben wir diese Abfrage gelöscht. In allen bisher erfolgten Kundenregistrierungen ist dieser Eintrag jetzt auch gelöscht.

Also lieber Herr xy: DANKE! Danke, dass Sie dies hinterfragt haben und wir so die Chance hatte, unseren Anspruch an den Datenschutz weiter zu verbessern!

Deswegen haben wir ja auch eine SSL-Verschlüssung, verwenden kein Google Analytics und speichern keine IP-Adressen.

Gute Nacht

Sabine Bauer

Marketing ist alles

Eine gute Verpackung ist doch oft der halbe Erfolg um ein Produkt zu verkaufen.

Da ist z. B. folgendes: ein namhafter amerikanischer Stoffwindelhersteller bringt – mit Hinblick auf die schlechte wirtschaftliche Lage in den USA – ein Windelsystem heraus das auf den ersten Blick ein absolutes Super-Angebot ist. Normalerweise produziert dieses Unternehmen Stoffwindeln im oberen Preissegment und nun hat es zwei Produkte entwickelt die
a), einfach sein sollen, b) einfach nur preisgünstig sind und c) ein Komplettpaket von Geburt bis zum Trockenwerden sein soll.
Dieses „neue“ Windelsystem besteht aus einer mitwachsenden Mikrofaserüberhose plus Systemwindeln (Prefolds, Kalifornische Windeln) aus konventioneller Baumwolle. Das ganze hübsch in einem Karton verpackt.

ABER – jetzt kommt der Punkt:
nehmen Sie eine mitwachsende Überhose eines oder zwei anderer Mitwerber plus Systemwindeln anderer Hersteller – wobei Sie dann sogar zwischen unterschiedlichen Größen wählen können. Bei einem Säugling ist es sogar besser eine kleinere Einlage zu wählen als bei einem Kleinkind. Und dann kommen Sie – je nachdem ob Sie diese Prefolds in bunt oder konventioneller Baumwolle oder Bio-Baumwolle oder Hanf nehmen – entweder PREISGÜNSTIGER oder gleich teuer oder etwas teurer weg (aber dann haben Sie Bio-oder Hanfqualität).
Es gibt dann sogar bunte oder gemusterte Überhosen. Sogar mit zusätzlichem Beinbündchen was diese andere Überhose nicht hat.

Tja – ist halt nicht hübsch im Karton verpackt und muss erstmal individuell durchgerechnet werden.

Marketing ist halt dann (fast) alles.

SB

„Working at Home Mums“ (WAHMs)

Nein –  ich meine nicht die Popgruppe, die in den 80er Jahren berühmt war (gibt es die eigentlich noch?).

Ich weiß aber (noch) keine angemesse deutsche Abkürzung für „Working at Home Mums“. Alleine die deutsche Übersetzung klingt schon holperig „Von zu Hause arbeitende Mama“ das müsste dann ja VzHaM. Hm, klingt bürokratisch.

In den USA, Australien, Großbritannien, Skandinavien gibt es mittlerweile einen eigenen Industriezweig. Viele Mütter arbeiten selbständig von zu Hause aus. Sie wollen oder können nicht mehr in ihren alten Beruf zurück und viele entwickeln aus ihren Hobbies ein kleines oder größeres Unternehmen.
Die Frauen stricken, nähen, sticken, malen, färben, etc. In den USA gibt es mehrere Internetportale nur für den Verkauf von selbstgemachten Dingen. Das bekannteste ist Etsy,mittlerweile hat sich in Deutschland das Portal dawanda etabliert. Aber Etsy ist das original 😉 Für den Bereich der Stoffwindeln und selbstgemachter Babybekleidung gibt es Hyenacart in den USA.
Viele Frauen haben sich in diversen Foren mittleweile einen ausgezeichneten Ruf erworben und ihre Kundinnen fiebern den Einstellungstagen bzw. Uhrzeiten regelrecht entgegen. Dort werden dann Stoffwindeln, Überhosen, Babybekleidung, selbstgemachte Seife, Taschen etc. angeboten.

Und was mir schon ganz häufig aufgefallen ist: viele dieser WAHMs schreiben in ihren Shop oder auf ihren Webseiten: „Danke dass Sie bei mir einkaufen, damit ermöglichen Sie es mir bei meinen Kindern zuhause zu bleiben!“

Langsam entwickelt sich auch bei uns eine solche Industrie. Immer mehr Interneshops gerade im Kinderbereich werden von Frauen gegründet und geleitet. So wie ich das mit meinem Shop mache.
Wir arbeiten von zu Hause aus, bauen unsere Arbeitsläufe in unseren alltäglichen Ablauf ein.
Wenn unsere Kinder krank sind, kann es schon mal sein dass die Pakete später verschick werden, die Kleidchen später genäht werden.

Und weil ich selber eine Mutter mit zwei kleinen Kindern bin und genau weiß, wieviel Herzblut und Engagement dahinter steckt, bin ich auch gerne bereit, anderen Müttern eine Chance zu geben und bei mir etwas zu verkaufen.

Leider finde ich bei so speziellen Themen wie Stoffbinden zu 99% nur Anbieterinnen aus den Ausland und dann wiederum zum größten Teil in USA oder Kanada.
Das Thema der alternativen Monatshygiene ist dort viel stärker verbreitet und es gibt ganz viele tolle Näherinnen.
Und ich finde es auch spannend so ein weltweites Frauennetzwerk mit aufzubauen.
Ich stelle Ihnen damnächst mal einige von „meinen“ WAHMs näher vor.

Gute Nacht

von der VzHaM